Midgard Online

      Midgard Online

      Der eine oder andere wird es schon vernommen haben das Midgard (das erste deutschsprachige P&P) jetzt auch umgesetzt werden soll.

      Die Page findet man hier:
      Midgard Page
      und die Foren hier:
      Midgard Foren

      Als alter P&P Midgard Spieler freut mich das natürlich ungemein, auch wenn es wieder durstige 3-4 Jahre werden.

      Fakt ist aber das ich dort eine Gilde aufstellen werde... komme was da wolle :-).

      Die Zukunft ist also gesichert :D

      Gruß
      Elias
      Klingt in der Tat vielverprechend. :)
      Die Kontrolle über Territorien erinnert an das ursprüngliche Konzept von Dark and Light.
      Die Tatsache, dass man Abstand nimmt von "vorgeschriebenen Feindbildern", wie sie heutzutage üblich sind, gefällt mir auch gut.
      Und der Ansatz mit den Abenteuern verspricht endlich mal Innovation in dem ewigen Quest-Grind, der sich in den letzten 15 Jahren (oder länger) nicht mehr weiterentwickelt hat.

      Halt uns auf dem Laufenden Elias. ;)

      PS: du hattest es vergessen: [url=http://www.onlinewelten.com/previews,id1390,1,bericht_aktuellen_stand_dinge.html]das Interview[/url]

      Gruss Mac
      Ähmm nein, ich wollte es nur in eine besser lesbare Form bringen ^^

      Interview über MO vom OnlineWelten Team

      Zunächst wollten wir wissen, ob Jürgen E. Franke auch an der Produktion von Midgard Online beteiligt ist. Schließlich arbeiteten bei Dungeons & Dragons Online die Entwickler der Pen&Paper-Vorlage ebenso eng mit den Spieleentwicklern der Onlinevariante zusammen.

      Die Mitarbeit von Herrn Franke wurde uns nicht nur verbal bestätigt, er befand sich sogar vor Ort. Es wurde uns versichert, dass Franke jetzt schon sehr aktiv bei der Umsetzung von Midgard Online mitwirkt. So wird der erstellte Content mit ihm abgesprochen und sogar selbst von ihm erstellt. Regeländerungen werden stets mit ihm abgesprochen und auf ihre Auswirkungen untersucht. Da viele Aspekte von Midgard sich auf mathematische Grundsätze stützen, bringt dies zumeist keine großen Probleme mit sich.

      Die Spielwelt von Midgard ist gewaltig und in vielen Teilen noch unerforscht. Wir wollten gerne wissen, welche Teile der Spielwelt übernommen werden oder ob es einen fiktiven Kontinent geben wird.

      Man antwortete uns, dass aktuell noch nicht fest steht, welche Reiche bzw. Regionen zum Start zugänglich sein werden. Die Welt Midgards ist einfach so gewaltig, dass es überhaupt nicht möglich ist, bereits zu Beginn alles umzusetzen. Und bevor es Plätze, Regionen und Kontinente gibt, die leer und leblos sind, konzentriert man sich lieber auf bestimmte Regionen voller Leben und Blüte.

      Besonderes Augenmerk wird dabei auf die Entdeckung und Erforschung der Spielwelt gelegt. Dabei wird ein Spieler mit Hilfe der Weltkarte von einem Reisepunkt zum nächsten reisen können. Dies bietet besondere Möglichkeiten, die das Gefühl, sich in einer lebendigen und abwechslungsreichen Spielwelt zu befinden, verstärken soll.
      Ein Beispiel: Ein Spieler reist mit dem Schiff von einer Hafenstadt zu einer anderen. Während der Fahrt macht er eine zufällige Entdeckung, eine ihm unbekannte Insel erstreckt sich am Horizont. Für den Spieler wird es nicht ersichtlich sein, warum er diese Insel entdeckt hat. In der Tat gibt es dafür verschiedene Beweggründe: Zum einen könnte es wirklich Zufall sein, zum anderen könnte auf der Insel ein weiterer Questschritt erfüllt werden. Ebenso sind natürlich andere Optionen denkbar.
      Entscheidet sich der Spieler nun, diese Insel nicht alleine betreten zu wollen und zunächst seinen ursprünglichen Zielort anzufahren, so kann er dort seine Erkenntnis mit anderen Spielern teilen. Denn es ist keineswegs so, dass jeder Spieler, der diese Route nimmt, automatisch die Insel entdeckt. Der Vorteil liegt auf der Hand: In Midgard Online wird es nicht ohne weiteres möglich sein, einfach eine Quest anzunehmen, auf einer Fanseite nachzuschlagen, wie und wo(!) man die Queste löst, um diese dann so schnell wie möglich abzuschließen. In Midgard Online wird es viele echte Abenteuer mit individuellen Lösungsansätzen und unvorhersehbaren Ereignissen geben.

      Auf die Frage, wie eng sich MO an die Regeln von Midgard anlehnen wird, erhielten wir folgende Antwort.

      Die Umsetzung wird sich so nah wie möglich am Regelwerk Midgards orientieren, ohne aber den Fokus aufs Onlinerollenspiel zu verlieren. Es ist dennoch für die Entwickler und für Jürgen E. Franke mit seinem Team eine interessante und spannende Herausforderung, sich der Umsetzung eines MMOG zu stellen und notwendige Änderungen zu bedenken und zu bewerkstelligen.
      Ein Beispiel: In Midgard gibt es Zaubersprüche, die eine extrem lange Zauberzeit haben. Teilweise dauern diese Zauber über 30 Sekunden. Dies macht für eine MMOG-Umsetzung natürlich wenig Sinn.

      Am Midgardstand konnten wir die neuste Regelerweiterung bewundern, die zudem reißenden Absatz fand. Daher wollten wir natürlich auch wissen, inwiefern, wenn sich das Regelwerk von Midgard weiterentwickelt, diese dann ebenfalls in Midgard Online umgesetzt werden.

      Es wurde uns versichert, dass sämtliche Ressourcen genutzt werden, die vorhanden sind. Die aktuelle Erweiterung „Meister der Sphären“ handelt von Reisen in Dämonen- und Götterwelten. Derartiges eignet sich natürlich ideal, um es für eine Erweiterung oder einen Contentpatch zu nutzen.

      Weiter erhielten wir Informationen zum Setting: Midgard Online wird in der Jetztzeit von Midgard spielen. Direkt zu Beginn wird aber ein anderer Handlungsstrang beginnen, denn es ereignet sich ein Schlüsselereignis in Midgard Online, dass das jetzige bekannte Gleichgewicht ins Wanken bringt. Dies wird bewusst so gemacht, um dem Entwicklerteam auch gewisse Freiheiten zu geben. Dennoch, so wurde uns explizit nochmals versichert, wird sehr viel der ursprünglichen Geschichte übernommen. Ein wichtiges Entwicklungsziel ist es, dass ein Spieler, der sich nicht so gut in der Welt Midgard auskennt, auch nicht auf andere Quellen angewiesen ist. Das Spiel muss so aufgebaut sein, dass die Texte und Informationen im Spiel dem Midgard-Laien genügen, um erfolgreich zu sein.

      Werden Klassen, Rassen und bekannte NPCs aus Midgard ebenfalls integriert?

      Dem Midgardspieler sind die Klassen und Rassen, sowie die Monster, Flora und Fauna wohl vertraut. Und sie können beruhigt sein, die Umsetzung in diesen Punkten erfolgt so nah wie möglich am Original und größere Änderungen wird es nur in Absprache mit Frankes und den Migard-Autoren geben. Selbiges gilt für die bekannten NPCs in Midgard, auch diese wird man in MO antreffen können

      Midgard bietet ein interessantes und spannendes Szenario für den Kampf Spieler vs. Spieler. Von daher gingen wir der Frage nach, ob es auch ein PvP-System im Onlinespiel geben wird.

      Die Antwort war eindeutig: Ja, es wird definitiv PvP geben. Genauer gesagt, ist ein offenes PvP-System angedacht. Es werden aber Möglichkeiten geschaffen, dass Spieler, die nicht am PvP teilnehmen wollen, dies auch nicht zwingend müssen.

      Laut heutigem Stand gibt es keine Pläne für separate PvP-, RPG- oder PvE-Server. Das Entwicklerteam sieht in dieser Unterteilung wenig Sinn, denn Midgard ist ein Rollenspiel und eine derartige Unterteilung würde der Zielgruppe nicht gerecht.

      PvP hingegen muss es einfach geben, denn es wäre für eine Fantasiewelt unrealistisch, dass man einen verfeindeten Spieler nicht angreifen kann. Weiter sind eine Vielzahl an PvP-Questen und interessanten Szenarien in Planung.

      Ein Beispiel: Ein Spieler erhält den Auftrag, eine besonders kostbare Ware auszuliefern. Dafür muss er aber durch ein Gebiet, welches automatisch diesen Spieler als PvP-aktiv kennzeichnen wird. Auf der anderen Seite könnte ein anderer Spieler den Auftrag erhalten, eben jene Lieferung aufzuhalten. Eine Konfrontation ist also unvermeidlich. Klug ist der, der sich für eine derart heikle Mission Freunde mitnimmt. Beim Questsystem wird darauf streng geachtet, dass der Spieler, der sich nicht in Spieler vs. Spieler-Aktionen begeben möchte, keinen direkten Nachteil erleidet.


      Weiter wollten wir wissen, ob es gesonderte PvP-Gebiete geben wird und ob Belohnungen für erfolgreiches PvP angedacht sind.

      Zunächst wurde nochmals auf das offene PvP hingewiesen, d.h. rein theoretisch kann man sich überall bekämpfen. Die einzige Ausnahme stellen hier die Spielerdörfer und Spielerhäuser dar. Spieler, die nicht am PvP teilnehmen wollen, können sich durch eine gesonderte Kennzeichnung (Flag) heraushalten. Es wird aber gesonderte Gebiete für spezielle PvP-Situationen geben, diese werden instanziert. D.h. es ist durchaus möglich, dass zur gleichen Zeit zu einem Gebiet mehrere Instanzen geöffnet sind. Dies ist unabhängig von der Spielerzahl, sondern abhängig von der jeweiligen Mission, in der sich die Spieler befinden.

      Belohnungen für erfolgreiches PvP sind nicht eingeplant, da der Kampf Spieler vs. Spieler zwar Bestandteil von Midgard Online, aber nicht der Schwerpunkt ist. Geplant ist hingegen, dass sich Clans oder Gilden untereinander bekriegen, um die Vorherrschaft über Fürstentümer zu erhalten. Diese können von den Gilden eingenommen und verwaltet werden. Mit einer Eroberung sichern sie sich zwar Steuereinnahmen, aber sie müssen diese Gebiete auch gleichzeitig verwalten. Dadurch entstehen Verpflichtung und natürlich auch Kosten. D.h. so eine Eroberung birgt Vorteile, aber man muss sich stets im Klaren sein, dass das Verwalten von einer Vielzahl von Territorien aufwendig und kostenintensiv ist.

      Konkret kann man sich das in etwa so vorstellen: Es gibt Spielerdörfer, die von Clans oder Gilden verwaltet werden, und freie Dörfer, in denen jeder Spieler sich ansiedeln kann. Eine gewisse Anzahl an Dörfern gehört zu einem Fürstentum. Der dort ansässige Herrscher erhebt einen festen Steuersatz. Ab einem gewissen Zeitpunkt kann ein Clan bzw. Gilde sich dazu entscheiden, die Steuern nicht mehr an den dort ansässigen Herrscher (NPC) zu zahlen, sondern versuchen, diesen abzusetzen, um dann selbst einen Herrscher zu stellen und die Steuern für die eigene Kasse einzusammeln. Dazu muss dieser Clan eine Burg einnehmen. Gelingt dies, obliegt ihnen die Verwaltung der dort ansässigen Spielerdörfer.

      Für eine Gilde, die die Absicht hegt, eine Burg zu erobern, gibt es zwei Optionen: Entweder sie gehen in eine Allianz mit allen in diesem Gebiet ansässigen Clans und man einigt sich im Vorfeld, wer den neuen Lord für diese Region stellt oder es kommt zum Krieg unter den Clans. Dieser Krieg ist individuell vermeidbar, denn will ein Clan z.B. nicht in die Konfrontation mit hineingezogen werden, so kann er neutral bleiben. Es macht theoretisch für diesen Clan keinen Unterschied, ob man den festen Steuersatz an einen NPC-Herrscher oder an eine Gilde abgibt.

      Besonders betont wurde, dass Spielerstädte und –häuser nicht zerstört werden können, da so etwas gerade bei kleineren Gilden nur zu Frusterlebnissen führt. Die entscheidenden Kämpfe werden rund um die jeweilige Burg, die die Verwaltung des Gebiets erlaubt, ablaufen.

      Wird es eine deutsche Lokalisierung geben?

      Eine gute Nachricht für alle Freunde der deutschen Sprache. Midgard ist ein deutsches Rollenspiel und so ist es geplant, den Client in englischer und deutscher Sprache anzubieten.

      Nachdem der Aspekt Rollenspiel schon mehrmals erwähnt wurde, wollten wir natürlich genaueres dazu wissen. Und so erfuhren wir, dass man beim Questsystem zwischen zwei verschiedenen Aspekten unterscheiden wird: Abenteuer und Quests.

      Eine Quest ist einfacher Natur und orientiert sich eher an Umsetzungen, die man jetzt schon vorfindet – eine typische MMOG-Quest halt. Wenn man einem Jäger nicht helfen will, zwölf Hirsche zu töten, dann ist es nur legitim zu sagen: Nein, will ich nicht. D.h. die typischen Grinding-Quests wird es geben, aber sie helfen eigentlich nicht, Midgard Online zu erleben.

      Ein Abenteuer hat viel mehr Tiefe, beschäftigt sich weitaus intensiver mit der Welt und ist eher zu vergleichen mit einem Abenteuer, wie man es aus der Pen&Paper-Vorlage kennt. Die Abenteuer werden zwar auch kein zwingender Bestandteil sein, um erfolgreich MO spielen zu können, das Entwicklerteam hofft aber, dass die Gestaltung derart gut gelingt, dass die Spieler diese, unabhängig von der Belohnungen, selbst erleben wollen.

      Das Balancing der Serverpopulation ist ein wesentlicher Kritikpunkt in vielen MMOGs. Wir erläuterten den interessanten Ansatz, den wir in einem anderen Spiel gefunden haben. Dort wurde über die Erhebung von Steuern versucht, die Spieleranzahl zu regulieren.

      Für Midgard Online stellt sich diese Frage nicht, da es in Midgard Online keine übergeordneten Fraktionen gibt, wie man sie aus World of Warcraft oder Dark Age of Camelot kennt. Es kann gut sein, dass in einigen Regionen überhaupt kein PvP betrieben wird. Wichtiger ist aber folgendes:

      Midgard sieht in den Regeln vor, dass ein Spieler einen bösen Charakter spielen kann und letztendlich definiert sich jeder Charakter aus seinen Taten und der Art und Weise, wie er spielt. D.h. seine Taten sind Grundlage, ob eine Fraktion positiv oder negativ auf ihn reagiert. Mit diesem Ansatz wird eine Gegenüberstellung von Schwarz und Weiß, Gut und Böse, Horde und Allianz vermieden.
      Ein Beispiel: Ein Hexenjäger ist in den Augen eines Hexers ein böser Charakter, in den Augen der Kirche jedoch ein guter Charakter.

      Was hier nur angedeutet wird, wird folgend noch deutlicher. In Midgard Online gibt es ein umfassendes Rufsystem. Es wird eine Vielzahl an kleinen Fraktionen geben, die gemeinsam eine größere Fraktion bilden. Anhand eines Beispiels wurde es weiter erläutert:
      Fraktion Kirche: Ein Charakter kann sich mit seinen Taten mit einem Gott gut stellen. Dieser gewährt jenem dann gewisse Vorteile. Aus all seinen Taten ergibt sich dann ein Gesamtbild zu der Fraktion Kirche und Götter.

      Der Beginn eines jedem MMOGs ist relativ einheitlich: Der Spieler erkundet die Welt, erlernt neue Fähigkeiten und Möglichkeiten. Hauptaufgabe ist stets das Leveln. Wir wollten gerne noch wissen, ob es schon ein Konzept gibt, wie der High-Level-Content aussehen wird.

      Fest eingeplant sind definitiv gesonderte Events, unabhängig vom eigentlichen Questsystem. Für die PvP-orientierten Spieler gibt es den Bereich, wo sie die Burgen einzelner Regionen erobern können. Dabei wurde es zu diesem Zeitpunkt des Entwicklungsstandes offen gelassen, ob derartige Schlachten sogar um den Königsthron ausgefochten werden können. Weiter ist es von den meisten Spielern gewünscht, gegen Dämonen und Drachen zu kämpfen. Insofern bieten sich dafür Großraids an. Midgard Online will aber die Scheuklappen von einem typischen MMOG niederreißen und z.B. wieder zurückkehren zum Ansinnen von Ultima Online. Das Erforschen der Welt, der interessanten Dungeons und Gebiete, sowie Handwerken und die Interaktion zwischen den Spielern bilden daher den Schwerpunkt von MO.

      Zu berücksichtigen: Content wird allgemein in einer rasenden Geschwindigkeit konsumiert. Daher glaub das Entwicklerteam nicht, dass es auf Dauer Spaß macht, Woche für Woche die gleichen Endbosse zu töten. Dieser Aspekt muss heutzutage in ein MMOG integriert werden, aber der High-Level-Content wird definitiv Vielschichtiger werden, als man es bis dato aus herkömmlichen MMOGs kennt.
      Elias
      Zum Osterwochenende sind Beschreibungen zu Charakterklassen veröffentlicht worden.

      Im einzelnen sind das

      Kämpfer
      Assassine - Barbar - Barde - Händler - Hexenjäger - Krieger - Ordensritter - Spitzbube - Tiermeister - Waldläufer

      Zauberer
      Beschwörer - Druide - Hexer - Heiler - Klingenmagier - Kriegspriester - Magier - Schamane - Todeswirker - Zauberpriester

      Viel Spaß bei der Lektüre.

      Gruß
      Elias
      Ich sage nur nice was die Versprechung bzw. die Erwartungshaltung Fans angeht. Aber wenn es in die Richtung geht bin ich dabei, hätte mal nochmal Spass an der Idee, dass eine Guilde wenn gnügend Beteiligung dabei ist, ein Gebiet kontrolliere kann...